1936 – 1939 Chronik der Ereignisse und Sachstände

Inhalt 2020-04-10 : 1936 – 1937 – 1938 – 1939

>> 1936 <<

1.September Kreisfeuerwehraufmarsch in Biesenthal

Der Führerrat der Freiwilligen Feuerwehr des Kreises Oberbarnim hat als Termin für den Aufmarsch der Kreisfeuerwehren den 20. September festgelegt festgesetzt. Mit diesem Aufmarsch ist unsere Stadt in den Mittelpunkt des Interesses für alle Werhrleute des Kreises gerückt, werden doch an diesem Tage nahezu 1000 Wehrmänner unsere Gäste sein. Die organisatorischen Durchführung des Aufmarsches wurde kurz umrissen. Danach wird am Vormittag eine Tagung mit den Delegationen der Wehren des Kreises stattfinden und am Nachmittag ein Schul- und Geräteexerzieren der Biesentaler Wehr und ein Brandangriff gezeigt werden. Die Biesenthaler Bürger werden das Ihrige tun, den unermüdlichen Beschützer Deutschen Volksgutes einen herzlichen Empfang zu bereiten.


Am 20. September kamen 800 Feuerwehrmänner zum Kreisverbandstag der Freiwilligen Feuerwehren. Der Bürgermei­ster Lust begrüßte die Gäste und sprach mit Stolz über seine fast 30-jährige gut funktionierende Feuerwehr. Auf dem Schulhof wurden bei Übungen die neue­sten Geräte vorgeführt. Die Übung wurde vom Kreiswehrführer mit dem Prädikat „gut” bewertet.Der Wehrführer Karl Rin­ger wurde zum Hauptbrand­meister und Stellvertretender Wehrführer Kamerad Erich Schwiede zum Oberbrandmeister ernannt


Rettungstat der Freiwilligen Feuerwehr Biesental vom 27. Juni. Am Donnerstag Abend wurde unsere Freiwillige Feuerwehr nach dem Streesee gerufen, wo ein Gespann der Firma Marquardt auf sumpfiges Gelände geraten war, und bei dem Versuch zu wenden, tief in den Morast ein sank. Die beiden Pferde versuchten sich aus ihrer schlimmen Lage zu befreien. Arbeiteten sich aber immer tiefer hinein und blieben hilflos stecken. Nach dem gerade ein vorübergehender Mann es abgelehnt hatte Hilfe herbei zu holen, oder bei den Pferden stehen zu bleiben, nahm ein Auto den Kutscher mit zur Stadt, von wo er die Feuerwehr alarmiert. Diese war in kürzester Zeit zur Stelle, und es gelang ihr mit Hilfe von Hebel und anderen Geräten die völlig erschöpften Tiere heraus zu heben und auf festen Boden zu ziehen. Die Nachrichtenabteilung, die anerkennenswerterweise ebenfalls mit einem Lastauto zur Hilfeleistung herbeigeeilt war, brauchte nicht mehr in Tätigkeit zu treten.


Ein großes Schadenfeuer entstand am Donnerstag den 30. April Nachmittag 1/2 Uhr in der in der Fabrik für Papierverarbeitung von Birke, Hindenburgallee 59. Die Freiwillige Feuerwehr Griff den Brandt, der an den leicht brennbaren Stoffen, Papier und Oel reiche Nahrung fand, und mit großer Schnelligkeit um sich Griff, mit drei Schläuchen von Straßenhydranten und vom früheren Elektrizitätswerk an. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde mit Rauchmasken gearbeitet. Zwei Benzinfässer konnten unter mithilfe des Besitzers noch rechtzeitig aus der gefährlichen Nähe des Feuers entfernt werden. Die vier hinteren Räume sind vollständig ausgebrannt, doch gelang es den angestrengten Bemühungen der Wehr das übergreifend des Feuers auf unmittelbar angrenzende weitere Räume zu verhindern. Durch das Feuer ist eine große Menge von Rohmaterialien und Fertigfabrikaten vernichtet worden, so dass der Schaden auf mehrere 1000 DM beziffert werden kann. Der Betrieb wird in beschränktem Maße aufrecht erhalten.

>> 1937 <<

Im Oktober – Oberführer Hauptbrandmeister Karl Ringer wird 60 Jahre alt – 30 Jahr Dienst am Volke.

An einem Kameradschaftsabend im Saale Heiland wo 60 Kameraden der Biesenthaler Wehr  und die Altersabteilung ihren Ehrenoberführer Karl Ringer ehrten und würdigten.„Wir können unserem Wehrführer als größtes Geburtstagsgeschenk unseren aufrichtigen Dank für seine vorbildliche Führung und Kameradschaft entgegenbringen“  Die Feierstunde hat gezeigt wie kameradschaftlich in unserer Biesenthaler Wehr  einer für alle und alle für einen stehen. Dieser Zusammenhalt hat es auch stets ermöglicht, daß die Biesenthaler Wehr sich zu einer der besten Wehren des Kreises zählen kann.

Aus Anlass des 60. Geburtstag des Hauptbrandmeister Karl Ringer

In der Mitte Bürgermeister Lust, rechts daneben Wehrführer Hauptbrandmeister Karl Ringer, links der Stellvertretende Wehrführer Oberbrandmeister Erich Schwiede

>> 1938 <<

Laut Beschluss der Ratsherrensitzung vom 26. Juni soll der für den Autobusbetrieb der Stadt nicht mehr verwendbaren Brennerborwagen der Freiwilligen Feuerwehr als Mannschaftbeförderungswagen zur Verfügung gestellt werden.


Neuer Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Biesenthal zum 01.Juli bestellt. Wegen erreichen der Altersgrenze wurde der bisherige Führer der Wehr Hauptbrandmeister Karl Ringer auf der letzten Führertagung der Freiwilligen Feuerwehr verabschiedet und zum kommissarischen Wehrführer wird der neue Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrandmeister Erich Schwiede bestellt.

>> 1939 <<

Feldscheune mit Erntevorräten am 27.August abgebrannt. In der Nacht zum Sonnabend gegen 1:00 Uhr brach in der an der Rüdnitzer Chaussee liegenden Feldscheune des Bauern Tietz, Feuer aus. Die mit Erntevorräten und wertvollen Inventar gefüllte Scheune, wurde in kurzer Zeit in Asche gelegt. Die Freiwillige Feuerwehr, die gleich nach Entdeckung des weithin sichtbare Feuers, mit ihrer Motorspritze herbeigeeilt war, konnte leider keine Rettung mehr.