1930 – 1935 Chronik der Ereignisse und Sachstände

Inhalt 2020-04-04 : 1930 – 1931 – 1932 – 1933 – 1934 – 1935

>> 1930 <<

Bekanntmachung des Magistrats vom 23.Oktober zur Sammlung von Geldspenden für die Anschaffung einer großen Motorspritze, die für einen ausreichenden Feuerschutz dringend nötig ist, hat die Freiwillige Feuerwehr bei der hiesigen Sparkasse ein Konto mit der Bezeichnung „Spenden für eine große Motorspritze“ eingerichtet. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Bestrebungen der Freiwilligen Feuerwehr zur Schaffung eines ausreichenden Feuerschutzes unterstützen und Beiträge auf das oben bezeichnete Konto Nr.46 einzahlen zu wollen.

In diesem Jahr sind 67 Kino- usw. Wachen gestellt worden, 7 Gesamtübungen und 8 Steigeübungen ausgeführt worden. Teilgenommen wurde an einer Bezirksübung in Melchow. Zu 2 Großfeuern und 2 Kleinfeuern und einem Waldbrand erfolgte Alarmierung der Wehr.

>> 1931 <<

Waldbrand. Am Mittwoch Abend gegen 7:00 Uhr entstand zum Walde hinter der Wehrmühle ein Brand, der glücklicherweise bald bemerkt wurde. Es gelang den Arbeitern der Wehrmühle, den Brand zu löschen, bevor er größere Ausdehnung angenommen hatte. So dass die alarmierte Feuerwehr nicht mehr in Tätigkeit treten brauchte. Auch in Lanke entstanden am Dienstag mehrere Waldbrände, die erheblichen Schaden anrichteten.


Feuerlöschwesen vom 27. September: im Einvernehmen mit dem Minister des Inneren hat der Oberpräsident für den Bereich der Provinz Brandenburg mit sofortiger Wirkung angeordnet, dass künftig nur solche Brandmeister als Oberführer der Freiwilligen Feuerwehr bestätigt werden dürfen, die auf der Feuerwehrschule des Brandenburgischen Provinzialfeuerwehrverbandes die Brandmeisterprüfung mit Erfolg abgelegt haben.

>> 1932 <<

am Sonnabend, den 5. März feiert die Freiwillige Feuerwehr im Schindel‘schen Saale ihr 25-jähriges Stiftungsfest. Das Programm für diesen Abend ist ganz besonders reichhaltig ausgestaltet. so dass bei der Beliebtheit der Wehr sicher mit einem starken Besuch zu rechnen ist.


Durch einen weiten leuchtenden Feuerschein aufmerksam gemacht, eilte unsere Freiwillige Feuerwehr am Sonntag den 22. März gegen 7:00 Uhr abends in Richtung  „Sture Grund“ wo eine Strohmiete des Ackerbürgers Schiele in Brand geraten war. Leider war nicht mehr viel zu retten, so dass mehrere 100 Zentner Stroh vernichtet sind. Der Schaden ist leider nicht durch Versicherung gedeckt und trifft den Eigentümer in dieser Zeit besonders hart.

>> 1933 <<

Am 20.März  Sonntag um Mitternacht brach auf dem Gut „Langerönne“ in der großen strohbedeckten Scheune Feuer aus, das mit rasender Geschwindigkeit  um sich griff und auch den nebenstehende Stall in Brand legte. Die umliegenden Wehren und die mit zwei Stadtautos herbeieilende Biesenthaler  Feuerwehr konnte nichts mehr ausrichten und mussten sich auf das Ablöschen beschränken, das Feuer abzulöschen. Der Schaden ist sehr bedeutend. Außer Erntevorräte und landwirtschaftlichen Maschinen sind leider auch zwei Pferde und viel Federvieh mitverbrannt. Als Entstehungsursache kann mit Sicherheit Brandstiftung angenommen werden.


Oberführer (1933 – 1937) – Brandmeister Karl Ringer


Gestern Vormittag am 28. April 11:00 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr zu einem Waldbrand alarmiert. 3 Führer und 21 Mann sind in kürzester Frist ausgerückt. Im Jagen 53 der Lanker Forst sind etwa 16 morgen (4 ha) abgebrannt.


Am Sonntag den 6. Mai findet der diesjährige Feuerschutztag statt, der in ganz Deutschland zu dem Zweck eingerichtet worden ist, um auf die ungeheure  Schäden hinzuweisen, die der Volkswirtschaft durch vorsätzliche und fahrlässige Brandstiftung zugefügt werden. Sowie auf die wirksamsten Maßnahmen zu ihrer Verhütung. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr wird am Sonntagvormittag 11:00 Uhr im   Schindel‘ schen Saale aus Anlass dieses Tages eine Übung abhalten.


Biesenthal 9. Mai der Bürgermeister als Ortspolizeibehörde, Lust informiert: der bisher als Oberführer der Freiwilligen Feuerwehr von Wiesenthal tätige erste Brandmeister Karl Ringer hat sein Amt niedergelegt. Bis zur Neuwahl und Bestätigung des Nachfolgers habe ich den Brandmeister Erich Schwiede zum kommissarischen Oberführer der Wehr ernannt. 


2. August: Brandmeister Karl Ringer hat sich auf Wunsch der Wehr zur Wiederübernahme Oberführungspostens und Ablegung der Brandmeisterprüfung bereit erklärt. Daraufhin  wird auf Antrag des Kommandos und des Vorstandes Wehr wird vom Bürgermeister Brandmeister Karl Ringer das Amt des Oberführers übertragen.

>> 1935 <<

Bie­senthal erhält eine Klein­motorspritze zum notwendigen Feuerschutz der Stadt.